dem Mentoring & Trainingsprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Bonn
Warum und wozu Mentoring?
Trotz hervorragender Qualifikation und hoher Motivation sind Frauen nach wie vor sowohl auf Professuren als auch in anderen Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung stark unterrepräsentiert. Zwar haben sich die Chancen für Frauen in den letzten Jahren stetig verbessert, von einem Gleichstand der Geschlechter kann aber noch lange nicht die Rede sein. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Noch immer existieren strukturelle Barrieren, die Frauen eine wissenschaftliche Karriere erschweren. Frauen haben auch in vielen Fächern weniger gleichgeschlechtliche Vorbilder und sind seltener in informelle Netzwerke eingebunden.
Nicht zuletzt deshalb werden an vielen Hochschulen Mentoring-Programme eingerichtet, um mehr Frauen für die Wissenschaft zu gewinnen und ihren Anteil an Führungspositionen und Professuren zu erhöhen. Mentoring kann dazu beitragen, geschlechtergerechtere Strukturen zu schaffen, bestehende Hierarchien und Abhängigkeiten transparenter zu machen oder zu überwinden. Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, sollen darin unterstützt werden, ihre Kompetenzen gezielter einzusetzen und ihre Karrierechancen erfolgreicher zu nutzen.
Wie funktioniert Mentoring?
Mentoring basiert auf der Initiierung von individuellen Beratungsbeziehungen zwischen einer erfahrenen Wissenschaftlerin oder einem erfahrenen Wissenschaftler und einer Nachwuchswissenschaftlerin. Der Austausch in diesen Tandems dient der Karriereberatung, dem Aufbau von beruflichen Kontakten und der Vermittlung von Kenntnissen des Wissenschaftssystems. Der Kontakt zu der Mentorin oder dem Mentor wird durch die Programmkoordinatorin hergestellt. Die MentorInnen und die Mentees vereinbaren regelmäßige Treffen und korrespondieren miteinander über mündliche oder schriftliche Kontakte. Die Gestaltung der Zusammenarbeit bestimmen die Beteiligten selbst. Das formelle Mentoring ist eingebunden in ein Trainingsprogramm mit Fortbildungsseminaren und Workshops, die auf den Bedarf der jeweiligen Qualifikationsstufe abgestimmt sind. Die Inhalte der Seminare werden auf den betreffenden Seiten bekannt gegeben. Um den Austausch unter den Teilnehmerinnen und den Aufbau eines Netzwerks anzuregen, finden regelmäßige Menteetreffen oder Themenabende mit Gästen aus Wissenschaft und Hochschulpolitik statt.
An wen richtet sich das Bonner MeTra-Programm?
Angesprochen sind Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben oder noch vor der Entscheidung für die Promotion als erstem Qualifikationsschritt stehen:
Studentinnen im höheren Semester und Absolventinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen, Habilitandinnen und Privatdozentinnen
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